Der Titel wurde einer großen Reportage von Kuno Kruse über die
deutschen Hells Angels entliehen; die Geschichte erschien
2008 im „stern“. Ein Titel, der einerseits provoziert,
anderseits das Selbstverständnis der Hells Angels in vielen
gesellschaftlichen Aspekten widerspiegelt. "Die letzten
Krieger" ist das neue Projekt des Photographen Lutz
Schelhorn. Viele Mythen und Gerüchte ranken sich um den
berühmtesten Motorradclub der Welt. Speziell deutsche Hells
Angels befinden sich derzeit im Fokus der Behörden und Medien.
Kaum jemand ist mehr in der Lage, sich ein klares Bild von
diesen Männern zu machen. Wie auch immer, Hells Angels
polarisieren. Ob man sie berühmt oder berüchtigt nennt,
Außenseiter oder Local Heroes, Rebellen auf Rädern oder
kriminelle Rocker; so schillernd wie ihr Ruf ist ihr
Erscheinungsbild. Eine verschworene Gemeinschaft bei
gleichzeitiger Betonung des Individuums ist eigentlich ein
Paradoxon; die Hells Angels praktizieren das seit Jahrzehnten.
Sie sind Global Player, durchmischt von Rassen,
Religionen, Nationen und den Erfahrungen eines Lebens am Rande
des Abgrunds. Inmitten der Massengesellschaft etabliert sind sie
doch weiter von ihr entfernt als sich mancher vorstellen kann.
Lutz Schelhorn ging für diese Arbeit lange auf
Deutschland-Tour.
Die Idee zu diesem Projekt entstand bereits im
Jahr 2008. Er bedient sich der analogen Phototechnik, vom
Kleinbild bis zum Großformat. Belichtet wird ausschließlich
auf Schwarz-Weiß-Negativfilm. Schwarz-Weiß wurde gewählt, um
sich dem Phänomen Hells Angels präzise und reduziert zu
nähern und diesem Motorradclub, der nach außen oft nur über
sein Abzeichen wahrgenommen wird, ein Gesicht zu geben. Lutz
Schelhorn hatte in seiner kurzen photographischen Karriere
schon einige außergewöhnliche Projekte umgesetzt. Was lag da
näher, als dass er nach nunmehr 30 Jahren Mitgliedschaft bei
den Hells Angels seinen Club, sein Leben und seine Brüder in
den Fokus nimmt. Dass er über seine Photographie erreichen
möchte, ein zementiertes Bild vom Club in ein anderes Licht zu
rücken.
Nicht journalistisch, nein – mit Schärfe und Unschärfe,
Licht und Schatten. Bewusst setzt er bestehende Klischees
photographisch um und demontiert diese
bereits bei seinem nächsten Photo. Der Betrachter ist
gefordert, zwischen die Wahrheiten zu schauen; was er davon
mitnimmt, bleibt ihm selbst überlassen.
Deutsche Erstausgabe Dezember
2011. 192 Seiten, 288 Photographien,
davon ca. 100 Portraits,
alle Photos im Duotone, gedruckt auf Kunstpapier.
Das hochwertige Buch kostet 49,80 Euro und ist über www.facko81.com,
bei den deutschen HA Chartern oder im Buchhandel erhältlich.
ISBN 978-3-9812466-4-3
(c)
www.lutz-schelhorn.de - 2011
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