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| Der
HELLS ANGELS MOTORCYCLE CLUB STUTTGART ging am 04.Dezember 1981
aus dem seit ca. 10 Jahren bestehenden HAMMERS OF HELL MC
STUTTGART hervor. Die damaligen Member des HAMMERS OF HELL MC
waren im Durchschnitt recht jung und bestanden vorwiegend aus
Mechanikern und Werkzeugmachern. Eine Harley war für uns schon
Standard! 1978
stellten wir Stuttgarter uns offiziell beim HELLS ANGELS
MOTORCYCLE CLUB HAMBURG, mit dem wir schon länger in Kontakt
standen, vor. Es folgten viele Besuche in Hamburg, damals noch
mit Starrahmen Panheads, 80" Flatheads sowie Shovelheads. |
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| Anlaufpunkt in Hamburg war das berühmte ANGEL PLACE in der
Schanzenstraße. Von dort aus ging´s regelmäßig zur Party an
die Ostsee. Auch Besuche bei unseren heutigen Brüdern in der
Schweiz und Vorarlberg standen an. Am 29.September 1980 wurden
wir HELLS ANGELS Prospect Charter und trugen von nun an stolz
den rot-weißen Prospect Schriftzug MC GERMANY! Am 04.12.1981
war es endlich soweit! Auf einem spontan ausgerichteten Camp im
Welzheimer Wald wurden wir als 2. Deutsches und weltweit 50.
Charter in die Bruderschaft des HELLS ANGELS MOTORCYCLE CLUB
aufgenommen! Mit einer unvergeßlichen Party, die über mehrere
Tage ging, begann ein völlig neues Kapitel in unserem Leben. |
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Open End |
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| Alles
begann im Kriegsjahr 1942. Bomberverbände der United Staates
Air Force starteten von britischen Stützpunkten aus zu ihren täglichen
Luftangriffen. Entgegen der natürlichen menschlichen Reaktion
aus überstandenen Gefahren zu lernen und sie zu vermeiden, zwängten
sich die 14 Mann starken Besatzungen wieder und wieder in ihre
B-17 Flying Fortress um im schweren deutschen Abwehrfeuer ihre
Bombenlast abzuwerfen. Diese
enorme tägliche physische und psychische Belastung erforderte
von den Besatzungsmitgliedern absolute Zuverlässigkeit,
Vertrauen und Loyalit, um die Feindflüge zu überstehen. |
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Tag für Tag den Tod vor Augen verschweissten so die Besatzungen
und Staffeln zu engsten Gemeinschaften zusammen. Eine
dieser Bombenstaffeln sollte bald von sich reden machen und gehörte
mit nicht weniger als 364 Einsätzen und 378 abgeschossenen
Feindflugzeugen zu einer der erfolgreichsten Staffeln des
zweiten Weltkriegs. Eine Gedenkplatte auf dem englischen
Fliegerhorst Molesworth erinnert bis zum heutigen Tage an die
Leistungen dieser Squadron. Wie die meisten US-Besatzungen gaben
sie ihrer Staffel einen Namen und schrieben ihn auf die Rümpfe
ihrer fliegenden Festung. Ein Name, der ihnen Mut geben und
ihren Feinden das Fürchten lehren sollte: HELLS ANGELS GROUP -
die Engel der Hölle, der geflügelte Tod. |
Wie nach jedem Krieg hatten auch die Veteranen des 2. Weltkriegs
viele Schwierigkeiten sich wieder in die Gesellschaft
einzugliedern. Das Glück über den Frieden vermischte sich
jedoch bei vielen rasch mit der Ernüchterung des Alltags. Der
Gegensatz des kameradschaftlichen Leben im extremen
Kriegsalltag, zur Ignoranz und Gleichgültigkeit des bürgerlichen
Alltags, liess viele von ihnen psychisch zerbrechen. Es gab aber
auch einige Veteranen, die ganz bewusst dieser Gesellschaft den
Rücken kehren wollten. Sie wollten weiter Kameraden bleiben,
die sich blind vertrauten, und die Freiheit, für die sie ihr
Leben aufs Spiel gesetzt hatten, gemeinsam geniessen. |
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Am 4. Juli 1947, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, fanden
wie in jedem Jahr die Motorradrennen im kalifornischen Städtchen
Hollister statt. Als die Rennen gelaufen waren, verlagerte man
die Party in die Bars im Zentrum Hollisters. Die Cops der
Ortschaft begrüsste man mit entsprechenden Kommentaren.
Flaschen flogen, es gab Widerstand gegen Festnahmen und die
Situation geriet für die örtliche Polizei zunächst ausser
Kontrolle. Mit Unterstützung auswärtiger Kräfte löste man
jedoch im Laufe der Nacht die Veranstaltung auf und verurteilte
die Festgenommenen hauptsächlich wegen obszöner Gesten. In den
Medien wurde der Vorfall zum mittelschweren Aufruhr gepuscht und
diente später gar als Vorlage für den Marlon Brando Streifen
„The Wild One“. Um sich sofort von diesen Ereignissen und
deren Auslösern zu distanzieren, verkündete kurze Zeit später
die biedere AMA (American Motocycle Association), dass nur etwa
1% aller Motorradfahrer zu diesen wilden, gesetzlosen
Motorradfahrern gehören würde. Damit war, wenn auch ungewollt,
ein Mythos geschaffen. Seit damals tragen Biker bis zum heutigen
Tage das 1%er Patch oder Tattoo und bekennen sich mit Stolz zu
diesem Symbol. |
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Acht Monate nach jenem denkwürdigen 4. Juli fanden sich im
kalifornischen San Bernadino einige Angehörige der Hells Angels
Group wieder zusammen. Süchtig nach Abenteuer und Adrenalin
ersetzten sie die fliegenden Festungen durch hubraumstarke V-2
Boliden von Harley-Davidson, führten ihre Formationen weiter
auf den Highways der Heimat und schrieben sich ihren alten
Staffelnamen wieder auf die Rückseiten ihrer Lederjacken.
Am 17. März des Jahres 1948 entstand so im kalifornischen San
Bernadino das Berdoo-Charter, die Geburt des HELLS ANGELS
MOTOCYCLE CLUB. Die Mitglieder des Clubs hoben sich in Aussehen
und Lebensstil stark von der prüden amerikanischen Gesellschaft
der 50er und 60er Jahre ab. Obwohl die Member Patrioten und
stolz auf ihr Land waren, das sich die Freiheit auf die Fahne
schrieb und Kriege dafür führte, liess die Verfolgung des
Clubs nicht lange auf sich warten. Im Jahre 1969 brachte es der
Biker-Kultfilm „Easy Rider“ auf den Punkt: Was Du für Sie
repräsentierst ist Freiheit, aber von Frieden reden und
wirklich frei sein ist nicht dasselbe. Sie reden und reden von
individueller Freiheit, aber wenn sie ein Wesen sehen das frei
ist, bekommen sie es mit der Angst zu tun (George alias Jack
Nicholson). |
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Für die Staatsgewalt hatten die Hells Angels mit der absoluten
Loyalität der Mitglieder untereinander immer etwas Gefährliches,
ja Konspiratives an sich. Die Grundgedanken des Clubs, etwa die
Eigenheit, Probleme ohne Hilfe von aussen alleine zu regeln,
zogen immer wieder Konflikte mit der Staatsgewalt nach sich. Das
Hells Angels uneingeschränkt hinter ihren inhaftierten Brüdern
stehen wurde zum Beispiel immer wieder als Beweis für die These
der kriminellen Vereinigung angenommen. Diese praktizierte
Resozialisierung, ein Verhalten, das bei blutsverwandten
Familien selbstverständlich und gesellschaftlich akzeptiert
ist, wurde bei den Hells Angels immer wieder als Munition im
Kampf gegen den Club verwendet. Anfangs war die Verfolgung des
Clubs lokal begrenzt. Jeder Sheriff fühlte sich berufen, den
Club zu schikanieren, natürlich in der Hoffnung, die einzelnen
Member über kurz oder lang in die gesellschaftlichen Normen zu
pressen und den Club so zu einer zeitlich begrenzten
Jugenderscheinung zu machen.
Doch
der Club widerstand diesen Bestrebungen und verbreitete sich
schon bald über Kalifornien in alle Teile der USA. Ihr
wachsender Bekanntheitsgrad und der Ruf als unzähmbare Exoten,
machte sie bald auch für Hollywood interessant. Die, keine
Klischees auslassende Filmindustrie, produzierte bald einige
mehr oder weniger wertvolle Werke wie „Hells Angels 69“ oder
„Hells Angels on Wheels“, wo sich Member mit Unterstützung
von Schauspielern wie Tom Stern oder Jack Nicholson, sogar
selber darstellen konnten. So bekamen Hells Angels mit der Zeit
immer engeren Kontakt zum Musik- und Filmbusiness. Einige Stars
aus dieser Szene hatten allerdings mit
Gewöhnungsschwierigkeiten zu kämpfen, als ihnen Menschen mit
einer simplen Divise gegenübertraten: „Behandelst Du einen
Angel gut, behandelt er Dich besser, behandelst Du ihn schlecht,
behandelt er Dich noch schlechter.“ Hells Angels können sehr
zuverlässige ehrliche Freunde sein - oder der personifizierte
Alptraum. |
Eine der bekanntesten Freundschaften der Hells Angels innerhalb
des Musikbusiness war die Beziehung zu den Rolling Stones. Sie
fand ein jähes Ende anlässlich des Freikonzertes zum Abschluss
der USA-Tournee der Band, auf dem Altamount Speedway, wo Hells
Angels als Security engagiert waren. Nach unzähligen Rangeleien
vor der Bühne, zog ein Farbiger eine Pistole. Die Bodyguards
reagierten sofort und gründlich. Der potentielle Pistolenschütze
erlag jedoch später seinen Verletzungen. Mr. Jagger, der sich
damals offenbar nicht bewusst war, dass er einem Hells Angel womöglich
sein Leben verdankte, fiel dem Club in den Rücken und
verschaffte so einem Hells Angel eine langjährige Haftstrafe.
Kommentar eines damals beteiligten Hells Angels viele Jahre später:
„John Lennon hatte keinen Hells Angel als Bodyguard“. |
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Diese Art Popularität war den Behörden natürlich ein Dorn im
Auge. So war es der Staatsmacht ein Leichtes, die Hells Angels
als Public Enemy aufzubauen, ein Feindbild, das zudem geeignet
war, von den gravierenden politischen Problemen des Amerikas der
Nixon-Ära abzulenken. Durch die bewusste Distanzierung von der
Gesellschaft, ihre unkonventionelle Lebensweise in einer
gesetzlosen Bruderschaft und ihr konsequentes Auftreten, liessen
sich in den Köpfen der Bürger leicht Assoziationen mit den
gesetzlosen Gruppierungen der Gründerzeit der USA ziehen.
Um die Öffentlichkeit von der
Rechtmässigkeit aller weiteren staatlichen Massnahmen zu überzeugen
und die endgültige Autorisierung der Bevölkerung für eine
organisierte Verfolgung des Clubs zu erhalten, bezeichnete der
Anklagevertreter des Staates Kalifornien am 23.10.1972 die Hells
Angels als grösste Bedrohung durch grossangelegtes
organisiertes Verbrechen in den USA. Für weitere Massnahmen
wurde ein Biker Enforcement Team (BET) aus Beamten des FBI und
CIA, der Rauschgiftkommission und Mitarbeitern des
Finanzministeriums gegründet. Dieses BET-Team hatte freie Hand
in der Wahl seiner Mittel. Ein Aussteiger des BET-Teams, der später
als Entlastungszeuge für den Club aussagte, berichtete unter
anderem, wie fehlende Ergebnisse bei Durchsuchungen, durch
gezieltes Pflanzen von Drogen und Waffen herbeigeführt wurden.
Bei einer grossangelegten Razzia wurden 22 Member des Oakland
Charters verhaftet, darunter Sonny Barger, President des Clubs,
dessen Kaution sofort auf 1 Million Dollar festgelegt wurde. Der
Prozess wurde in der Folge umfangreich vorbereitet. So wurde
sogar mit erheblichen Steuermitteln ein spezieller Hells
Angels-Gerichtssaal mit schusssicherer Verglasung gebaut. Am 4.
Oktober 1979 wurde der Prozess unter grössten
Sicherheitsvorkehrungen eröffnet. Es sollte bewiesen werden,
dass die Hells Angels ein ausgeweitetes und hochprofitables
Drogengeschäft in den USA betrieben hatten. |
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Im Jahr 1980 jedoch begannen die ersten Freilassungen der Hells
Angels. Die Geschworen konnten sich wegen der mangelnden
Beweislage und widersprüchlicher Aussagen zu keiner
Verurteilung entschliessen. Im August wurde dann die gesamte
Anklage endgültig zurückgezogen. Der Vorsitzende Richter
Hunter sprach vom teuersten und überflüssigsten Prozess in der
Justizgeschichte der USA. Auf nicht weniger als 10 Mio Dollar
wurden die Kosten für den Steuerzahler geschätzt.Immer wieder
hat es den Anschein, dass Mitglieder der Hells Angels vom
juristischen Grundsatz der Unschuldsvermutung ausgenommen
werden. Nach wie vor ist für die Staatsmacht grundsätzlich
jeder Member ein potentieller krimineller Gewalttäter.
Fundierend auf dieser Überzeugung rechtfertigt dies auch
horrende Ausgaben von Steuergeldern, um die „Taten“ zu
beweisen.
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Nach wie vor ist es für Mitglieder der Hells Angels Alltag,
dass Clubhäuser Woche für Woche observiert werden, dass
Mitglieder an der Einreise in viele Länder gehindert werden.
Weihnachts- und Grusskarten an inhaftierte Brüder im Hinweis
auf „Gang Signs“
an die Absender zurückgeschickt, Privat- und Geschäftsräume
durchsucht oder Geschäftspartner mit dubiosen Anrufen über die
Gefährlichkeit der Mitglieder informiert werden - wohl mit dem
Ziel, durch bewusstes Stören legaler Geschäfte die Mitglieder
in die Illegalität zu drängen und somit eine Rechtfertigung
dieser rechtstaatlichen bedenklichen Massnahmen zu erhalten.
Doch
trotz aller Restriktionen ist das Vorhaben den Hells Angels MC
einzugrenzen oder gar zu zerschlagen gescheitert. In den nunmehr
50 Jahren ihres Bestehens haben sich die Hells Angels zum grössten
Motorradclub der Welt entwickelt. Nach den ersten Chartergründungen
(Charter = Gebietsvertretung) in Kalifornien, breitete sich der
Club schnell über die gesamten Vereinigten Staaten aus und
fasste in den 60er Jahren erstmals auch in anderen Kontinenten
Fuss. 1970 entstand in Zürich das erste Charter auf europäischem
Festland. Heute sind Hells Angels in weit über 100 Chartern in
17 Ländern, in 16 Bundesstaaten der USA und 4 Provinzen Kanadas
vertreten. Auf 4 Kontinenten, von Alaska bis Brasilien, von
Norwegen bis zum südafrikanischen Kap der guten Hoffnung, ob in
Frisco, New York, Chicago, Oakland, Montreal, Vancouver, Rio de
Janeiro, London, Paris, Barcelona, Milano, Zürich, Wien,
Kopenhagen, Johannesburg, Sydney, Auckland, Stuttgart, North
End, Kiel oder Berlin - überall hat der geflügelte Totenkopf
seine Schwingen ausgebreitet. |
Es kursierten immer wieder die abenteuerlichsten Gerüchte,
welche Art von Kapitalverbrechen als Beweis für die
Tauglichkeit als Anwärter (Prospect) für die Hells Angels
erbracht werden müssen. Ohne weiter auf solche Auflagen- und
Einschaltquoten steigernden Hirngespinste eingehen zu wollen: Es
ist ausschliesslicher Sinn und Zweck der Prospectzeit, beiden
Seiten die Möglichkeit zu geben herauszufinden, ob die
Grundlagen für ein gemeinsames Leben gegeben sind. |
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Loyalität, charakterliche Stärke und Zuverlässigkeit sind
Begriffe, die im Club ein hohen Stellenwert einnehmen. Das Wohl
und die Glaubwürdigkeit des Clubs geht den Membern auch über
persönliche Freundschaft. So werden Mitglieder die gegen die
Grundregeln des MCs verstossen unverzüglich aus den Reihen der
Bruderschaft ausgestossen. Der Hells Angels Motorcycle Club ist
prinzipiell ein Zusammenschluss von Individualisten, die ihre
Zeit auf diesem Planeten so intensiv wie möglich in einer
weltweiten Bruderschaft erleben wollen. Der „Spiegel“
charakterisierte sie in seiner Ausgabe 6/96 mit den Worten:
„Die Hells Angels sind ein Geheimbund, ein Orden, der nicht
aufs nächste Leben warten will. Die Hells Angels sind ein
Symbol für Macht, Sex und Geld jenseits der Gesellschaft in
diesem Leben. Ob es gemeinsame Fahrten, Besuche bei
Anniversaries (Jahrestage) anderer Charter sind, ob die grossen
Bike Shows der Brüder angefahren werden, Zusammenkünfte auf
internationaler Ebene anstehen oder ob man schlicht beim
gemeinsamen Essen die anstehenden Renovierungsarbeiten am
eigenen Clubhaus plant - das Leben eines Hells Angels ist kein
Leben von Freitag bis Montag, es füllt ihn aus, Hells
Angel-Sein ist für den Member kein Bestandteil des Lebens, es
ist das Leben.“ |
Bekannt und gefürchtet ist auch der sprichwörtliche
Zusammenhalt der Hells Angels untereinander: Wenn jemand Deinen
Bruder angreift, stehst Du ihm bei. Dein Bruder hat nicht immer
Recht, aber er ist immer Dein Bruder. Immer mehr Charter
veranstalten Konzerte, Bike Shows, Swap-Meets, Power Meetings
und andere Attraktionen, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Einer der europäischen Vorreiter waren die Hells Angels in der
englischen Grafschaft Kent. Angefangen 1978 in einem kleinen Pub
namens Halfway Cafe entwickelte sich dort die Kent Custom Bike
Show in wenigen Jahren zu einem Meilenstein im Custom-Show
Bereich und zu einer der grössten Shows europaweit. Begann man
1978 mit 1500 Teilnehmern, stieg die Besucherzahl in wenigen
Jahren auf über 40'000 und wurde zu einer Messlatte für
Liebhaber individuell gestylter Bikes und zum Trendsetter in
diesem Bereich. |
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Auch der britische Verkehrsminister konnte sich schliesslich
dieser namhaften Grossveranstaltung nicht entziehen und liess
sich vom Pressesprecher der englischen Hells Angels den
Veranstaltungsort zeigen. Bands wie Canned Heat, Suzie Quattro,
Gary Glitter und Künstler wie Bo Diddley sind nur eine kleine
Auswahl namhafter Musiker, die in der langen Geschichte der Kent
Custom Show für die aus ganz Europa angereisten Biker spielten.
Derartige Veranstaltungen werden von den Hells Angels rund um
den Globus ausgerichtet. Die alljährlich im malerisch scönen
Puy de Dome im Süden Frankreichs stattfindende Free Wheels Show
oder Broadford, ein grosses Rockkonzert in Australien,
Sand-Drags, eine Rennveranstaltung die alljährlich einen festen
Termin für tausende Biker Neuseelands bedeutet, der Bulldog
Bash in den englischen Midlands mit Dragrace für Jedermann, in
Spanien die Viva Las Vegas Show, oder die Power Bike Meetings
beim Charter North End Germany, auf der namhafte Customizer
zeigen, welche Höchstleistungen man aus dem Harley Big Block
zaubern kann. Überall steht für die tausenden Besucher der
Name Hells Angels immer auch als Zeichen für gute Organisation
und professionelle Ausrichtung solch grosser Events. |
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Im Sport haben sich Hells Angels aus aller Welt besonders im
Dragracing einen Namen gemacht. Werner „Krusi“ Sohm, der
jahrelang in Oakland lebte und dort vom Dragster-Bazillus
infiziert wurde, war nach seiner Rückkehr nach Österreich in
den 80er Jahren einer der Vorreiter im europäischen Harley
Dragracing. Diese Beschleunigungsrennen auf der Viertelmeile,
die Ihren Ursprung in Amerika der 50er Jahre haben, erfreuen
sich mittlerweile auch in Europa grösster Popularität. Krusi
ist der amtierende Europameister bei den Top Fuelern, der Königklasse
dieser Sportart und fährt 6er Zeiten auf die Quartermeile, oder
um es dem Dragsterlaien näher zu bringen: Beschleunigung von 0
auf 300 (mit einer Harley auf 400 Metern) = 7 Sekunden! |
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